Urige, gemütliche und gastfreundliche Atmosphäre und Klänge bei denen es schwer ist, still zu sitzen. Genießen Sie mexikanische Küche, Cocktails und das Flair des Kakteenlandes. Auf unserer geräumigen Terrasse erlebt mandas bunte Treiben in der Wilhelmstrasse hautnah mit!


Eine unglaubliche Geschichte aus dem Desperado

Vor ca. einem Jahr hatte sich doch ein echter Mexikaner in mein Restaurant verirrt, ein Schamane, wie sich im späteren Gespräch herausstellen sollte. Er blieb bis spät in die Nacht und wir führten ein sehr langes Gespräch über das Essen, seine Heimat und unsere Sorgen. Er lobte die Dekoration meines Restaurants und so klagte ich ihm mein Leid, das viele Menschen wohl keine Achtung mehr vor der vielen Arbeit und auch dem damit verbundenen Geld haben. Es wird leider gestohlen und zerstört, was das Zeug hält. Nicht nur Aschebecher, Tischdecken und Blumentöpfe verschwinden spurlos, nein selbst an unserer Terrassenmauer fehlen Teile. Der Schlangenkopf, den Sie in der Mauer sehen, wurde schon mehrmals heraus gebrochen und gestohlen. Der Mexikaner stand auf, schüttelte den Kopf und sagte, er werde das regeln und alle Langfinger in Zukunft bestrafen, die sich an meinen Sachen vergreifen würden. Er ging wortlos in jede Ecke des Restaurants, verharrte einen Moment, murmelte etwas vor sich hin, was ich nicht verstand, und ging zur nächsten. Es sah alles ein wenig eigenartig aus und ehrlich gesagt, dachte ich: Jetzt hat er wohl einen Tequilla zu viel. Das dauerte alles eine ganze Weile und so ging ich derweil, ein wenig in mich hinein lächelnd wieder meiner Arbeit nach. Als ich später wieder an seinen Tisch kam, um zu kassieren, meinte er, dass er alle Gegenstände im Restaurant mit einem Fluch versehen hätte, der bewirkt, dass jeden, der etwas stielt, das Glück verlassen würde. Bei diesen Worten hatte er ein sehr durchtriebenes Lächeln im Blick. Wir verabschiedeten uns und er meinte, dass er gern wieder käme. Nun bin ich ja ein moderner, aufgeklärter Mensch und glaube nicht wirklich an Hokuspokus, Flüche, usw. Seit jedoch innerhalb des letzten halben Jahres der zweite Mensch reuevoll vor mir stand, sich entschuldigte und einen gestohlenen Gegenstand zurückbrachte, fange ich an, an meiner Einstellung über diesen Hokuspokus zu zweifeln.